Ein heikles Thema: Sterbehilfe. Ein Familien-Drama, gegen das niemand gefeit ist. Was ist besser, wenn uns eine Krankheit anfällt, deren Ausgang ziemlich sicher fatal ist und deren Symptome immer unerträglicher werden: soll man dagegen kämpfen oder sich ergeben? Eine schwierige Entscheidung, sowohl für den Kranken als auch für die Angehörigen.
Nina kommt überstürzt aus Afrika, weil ihre Mutter (wieder einmal) einen Selbstmordversuch inszeniert hat. Der Hilfeschrei der Mutter bringt die Tochter an die Grenzen ihrer seelischen Belastbarkeit. Aber die Beiden finden einen Weg. Manche werden sagen: darüber sollte man nicht lachen, das Problem ist zu ernst. Aber die Autoren Andreéa Bescond und Eric Métayer sind anderer Meinung: sie kreieren witzige Situationen, weil es das Leben auch tut.
Spieldauer: ca. 90min inkl. Pause
Deutschsprachige Erstaufführung
Theater Das Zimmer Juli 2024
Regie: Sven Niemeyer
Schauspielerinnen: Sabrina Ascacibar, Kim Bormann, Ricarda Schmersahl
"(...) ein sehr erstaunliches Stück (...) Eine dramaturgische Finte der Sonderklasse kommt hinzu - die Mutter "sieht" die Krankheit persönlich immer wieder in Gestalt der Pianistin, die den Abend begleitet (...) Und soviel mehr gelingt in diesem Zimmer-Theater (...) Bye Bye Life war dort ein Highlight."
Michael Laages, freier Kritiker + Dramaturg, August 2024
"Für die deutschsprachige Erstaufführung konnte man Regisseur Sven Niemeyer gewinnen, der Hamburgs kleinstem Theater schon Erfolge wie THE 24TH DAY und TRÜMMER beschert hat. Niemeyer nähert sich dem Stück sensibel und vermeidet jede Art von Weinerlichkeit, setzt stattdessen auf sprudelnde Lebensfreude einerseits und ehrliche Angst andererseits.So gelingt ihm mit seinen beiden überzeugenden Schauspielerinnen (...) sowie der Pianistin (...) die Balance zwischen komischen und nachdenklich-traurigen Situationen. Die bietet das Stück zwar mit der ihm eigenen französischen Leichtigkeit an, aber dass die Umsetzung derart berührend und eindringlich gelingt, geht auf das Konto dieser Inszenierung. (...) ein großartiger, anrührender (...) Abend."
Theaterzeit Hamburg, Juli 2024
"Ein unglaublich bewegendes und auch witziges Stück über Krankheit und selbstbestimmtes Sterben, einfühlsam inszeniert von Sven Niemeyer, beeindruckend emotional gespielt von Sabrina Ascacibar und Kim Bormann."
TheaterHamburg, social media account, Juli 2024