Nach seiner legendären Kiez-Trilogie im St. Pauli Theater mit LUST, NACHT-TANKSTELLE (läuft jetzt im 17. Jahr) und RITZE kümmert sich der „König der Liederabende“, der seine Karriere mit seinen unvergessenen SEKRETÄRINNEN am Deutschen Schauspielhaus begann, um eine der weltweit erfolgreichsten Operetten IM WEISSEN RÖSSL von Ralph Benatzky und Eric Charell, die, wie DIE DREIGROSCHENOPER auf ihre Weise, eine Vorform des heutigen Musicals war.
In Wittenbrinks Neufassung wird daraus mit einem einmaligen Ensemble singender Schauspieler und Schauspielerinnen eine mitreißende Operetten-Revue über die Sehnsucht der Städter nach dem einfachen Leben auf dem Land und das gespaltene Verhältnis der Landbevölkerung zu ihren städtischen Gästen, mit den Melodien von gleich vier Komponisten. Bei Wittenbrink verbindet sich Folklore mit Jazz, Wienerlied trifft auf klassisch Symphonisches, und unter all dem swingen Foxtrott, Marschmusik und Walzer. Und wer Wittenbrink kennt, weiß, wie virtuos er auf all diesen Stilen spielen kann und das siebenköpfige White-Horse-Orchestra wird ihn dabei kongenial begleiten.
Im Zentrum steht natürlich der Zahlkellner Leopold (in einer früheren Verfilmung eine Paraderolle für Peter Alexander), der sich in seine Chefin, die Wirtin des „Weißen Rössls“ verliebt hat. Doch die scheint nur Augen für ihren Stammgast, Dr. Siedler aus Hamburg, zu haben. Als schließlich der Berliner Fabrikant Giesecke samt Tochter Ottilie auftaucht und in Dr. Siedler den Anwalt seines Hamburger Konkurrenten Sülzheimer erkennt, nehmen Intrigen und Liebeswirrungen Fahrt auf, die erst der überraschend auftretende österreichische Kaiser entwirren kann.
Doch was passiert eigentlich hinter der Fassade? Die Neufassung wirft einen ebenso humorvollen wie bissig-aktuellen Blick hinter die Kulissen von Tourismus und Übertourismus, zeigt liebevoll satirisch, wie Wunschvorstellungen und Erwartungshaltungen von Städtern und Landbewohnern aufeinanderprallen.
Mit: Sabrina Ascacibar, Holger Dexne, Victoria Fleer, Torsten Hammann/Andreas Windhuis, Susanne Jansen, Eva Mayer, Michael Prelle, Michael Rotschopf, Stephan Schad, Anneke Schwabe / Julika Frieß, Toni Slama
Begleitet von dem White Horse Orchestra:
Klavier: Nadja Bach/Franz Wittenbrink, Violine: Rebecca Borchert, Bass: Uwe Granitza, Altsaxophon, Flöte & Klarinette: Detlef Raschke, Trompete: Jan Peter Klöpfel, Gitarre: Matthias Pogoda, John Engehausen, Schlagzeug: Helge Zumdieck
Weitere Musiker: Johannes Brachtendorf, Eleni Granitza, Andreas Böther, Dirk Ritz, Katharina Kowalski
Regie und Musikalische Leitung: Franz Wittenbrink |
Bühne: Miriam Busch | Kostüme: Nini von Selzam, Susann Günther | Choreografie: Susanne Hayo
Von Hans Müller und Erik Charell | Musik: Ralph Benatzky | Texte: Robert Gilbert
17. März bis 3. Mai 2026
Voraufführungen: 17. + 18. März | Premiere: 19. März 2026
Beginn
mittwochs bis samstags jew. 19.30 Uhr, sonntags und Ostermontag (6.4.) um 18.30 Uhr
17. bis 19. März 2026: 49,90 € auf allen Plätzen
Sonntags, mittwochs und donnerstags: 55,90 und 64,90
Freitag und Samstag: 69,90 € und 79,90 €
ca. 2 1/2 Stunden, inkl. Pause
„Franz Wittenbrink, der Regisseur und musikalische Leiter zaubert mit einem hochkarätigen elfköpfigen Ensemble die Operette als urkomisches Singspiel auf die Bühne des Hansa-Theatersaals. Michael Rotschopf glänzt als hoffnungslos in seine Chefin verliebter Oberkellner Leopold. An seiner Seite die herbe Rössl-Wirtin Susanne Jansen und Michael Prelle als Inbegriff der schlechten Laune aus Berlin. Ein weiteres Pfund der aufwändigen Produktion ist das siebenköpfige Live-Orchester. Es gibt nur wenige Operetten oder Musicals, die derart viele Hits in einer Revue vereinen.“
Die Welt
„Franz Wittenbrink zeigt mit einem gesangstarken Ensemble eine mehr denn je aktuelle Sehnsucht der Städter nach dem Landleben und dass „Im weißen Rössl“ mehr steckt als eine platte Schmonzette. Nach zweieinhalb Stunden schwebt man beschwingt und frohgemut mit Benatzkys Gassenhauer „Es muss was Wunderbares sein“ in die laue Vorfrühlingsnacht.“
Hamburger Abendblatt
„Es ist ein großer Gute-Laune-Abend im Hansa Theatersaal. Irgendwann schunkelt das ganze Theater zu Liedern wie: „Im Salzkammergut, da kann man gut lustig sein“, „Es muss was Wunderbares sein, von Dir geliebt zu werden“ oder „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist?“ In der Pause auf den Toiletten summen die Zuschauer die Lieder vor sich hin. Der Saal wirkt ganz beseelt. „Im weißen Rössl“ ist hervorragende Heile Welt-Ablenkung in einer Zeit, in der auf der Welt derzeit gar nichts so heil scheint. Der Jubel am Ende, hochverdient.“
NDR-Hamburg-Journal
„Ohrwurmalarm im Hansa-Theatersaal, ein Gute Laune- Abend.“
NDR 90,3
„Eine wirklich witzige Operettenrevue, die so gar nicht verstaubt ist.“
SAT 1
„Liederabend-König Franz Wittenbrink inszeniert die wohl berühmteste Operette der frühen 30er Jahre als leichte, charmant-ironische, freche Revue, jenseits aller Heimatseligkeit. Der Star des Singspiels: Das gesamte gesangstarke Ensemble, das seine Figuren jederzeit ernst nimmt. Und so glänzend aufpoliert kann sich die Operette sehen lassen“.
Hamburger Morgenpost
„Ein großartiger, kurzweiliger Abend, mit einigen aktualisierten Anspielungen auf Hamburg, der leider viel zu schnell zu Ende ging, da die Sänger und Darsteller zu 100 % in ihren Rollen aufgingen. So möchte man Operette erleben, denn nur so ist sie in der heutigen Zeit, die eher auf schnelllebige Musicals abzielt, vermittelbar und überlebensfähig.“
Ihr Opernratgeber